Bei einer Leasingrückgabe entscheidet nicht ein allgemeines Bauchgefühl, sondern die konkrete Rückgaberichtlinie zusammen mit dem dokumentierten Fahrzeugzustand. Normale Nutzung, akzeptierter Verschleiss und verrechenbare Schäden können je nach Vertrag unterschiedlich abgegrenzt sein.

1. Vertrag und Rückgabestandard lesen

Prüfen Sie frühzeitig, welche Vorgaben für Lack, Glas, Räder, Bereifung, Innenraum, Wartung und Zubehör gelten. Bewahren Sie Service-, Reparatur- und Schadenunterlagen zusammen auf. AVP kann kosmetische und pflegebezogene Punkte beurteilen, ersetzt aber keine rechtliche Vertragsauslegung.

2. Fahrzeug systematisch aufnehmen

Waschen Sie das Fahrzeug nicht nur oberflächlich ab. Für eine belastbare Beurteilung werden Lack, Felgen, Glas, Innenraum und Karosserie bei gutem Licht fotografiert. Dellen, Kratzer, verschmutzte Polster, Tierhaare, Gerüche und beschädigte Kunststoffe werden getrennt festgehalten.

3. Normalen Verschleiss von Schäden trennen

Nicht jede Spur sollte automatisch repariert werden. Eine kleine Delle mit intaktem Lack kann für sanftes Ausbeulen geeignet sein; eine Falte oder beschädigter Lack nicht zwingend. Oberflächliche Klarlackspuren können sich polieren lassen, tiefe Kratzer benötigen Lackreparatur. Lederreinigung hilft gegen Schmutz, nicht gegen jede Materialbeschädigung.

4. Kosten und Nutzen vor Auftrag vergleichen

Für jede Massnahme sollten erwartbarer sichtbarer Nutzen, Reparaturkosten, Zeit und Rückgabestandard zusammenpassen. AVP dokumentiert die Einschätzung und bespricht Kosten vor Beginn. Wir versprechen weder die vollständige Entfernung jedes Defekts noch eine feste Ersparnis gegenüber der späteren Leasingbewertung.

5. Ergebnis und Restpunkte dokumentieren

Nach freigegebenen Arbeiten sollten aktuelle Fotos und Rechnungen griffbereit sein. Verbleibende Schäden werden ehrlich festgehalten. Zur Rückgabe gehören ausserdem Schlüssel, Zubehör, Räder und alle vertraglich verlangten Unterlagen.

Checkliste vor der Rückgabe

  • Sitze, Polster, Teppiche und Kunststoffe prüfen
  • Flecken, Gerüche und Tierhaare erfassen
  • Lack, Glas, Räder, Dellen und Kratzer fotografieren
  • Rückgaberichtlinie und Vertrag abgleichen
  • Reparaturen nur nach Kostenfreigabe ausführen
  • Service- und Reparaturnachweise bereitlegen
  • Schlüssel, Zubehör und vereinbarte Räder vollständig übergeben

Mehr zu Zustandsaufnahme, Verkauf und frisch gekauften Occasionen finden Sie bei den Verkaufs- und Rückgabe-Specials.