Scheibentönung
Erst der Rahmen, dann die Folie.
Scheibentönung in Zürich: zulässige Tönungsgrade in der Schweiz, Hitze- und UV-Schutz, blasenfreie Applikation und was nach dem Termin zu beachten ist.
Scheibentönung
Erst der zulässige Rahmen, dann die Folie.
Eine Scheibentönung ist schnell bestellt und schwer zu korrigieren. Deshalb klären wir vor jedem Termin zwei Dinge: welcher Tönungsgrad an welcher Scheibe in der Schweiz zulässig ist, und ob Ihre Scheiben die Folie überhaupt sauber aufnehmen.
Beides ist keine Formsache. Eine zu dunkle Frontscheibe fällt bei der nächsten MFK auf, und eine Folie auf zerkratztem Glas zeigt jeden Fehler darunter deutlicher als vorher.

Was in der Schweiz gilt
Vorne streng, hinten frei.
Die Regeln unterscheiden sich je nach Scheibe erheblich. Wir sagen Ihnen vor der Buchung, was an Ihrem Fahrzeug möglich ist und was nicht.
Die Sicht muss frei bleiben
Die Windschutzscheibe und die vorderen Seitenscheiben müssen ausreichend lichtdurchlässig bleiben. Eine durchgehende dunkle Tönung ist dort nicht zulässig, ein schmaler Blendstreifen am oberen Rand dagegen üblich.
Deutlich mehr Spielraum
Ab der B-Säule nach hinten ist die Tönung praktisch frei wählbar, sofern zwei Aussenspiegel vorhanden sind. Das ist der Bereich, in dem die meisten Fahrzeuge ohnehin getönt werden.
Was bei der MFK zählt
Massgeblich ist die Lichtdurchlässigkeit, nicht die Optik. Wir arbeiten mit Folien, deren Werte dokumentiert sind, und legen die Angaben dem Fahrzeug bei.
Wofür Menschen tönen lassen
Vier Gründe, und alle vier sind gute.
Scheibentönung ist selten nur Optik. In der Praxis überwiegen die praktischen Gründe deutlich.
Weniger Aufheizen im Sommer.
Eine gute Folie hält einen erheblichen Teil der Infrarotstrahlung ab. Der Innenraum heizt sich langsamer auf, und die Klimaanlage arbeitet weniger.
Glasversiegelung ansehenSchutz für den Innenraum.
UV bleicht Leder, Textil und Kunststoff aus. Eine Folie blockt den grössten Teil davon und verlangsamt damit die Alterung im Innenraum spürbar.
Interieur-Versiegelung ansehenWas im Auto liegt, bleibt privat.
Gerade bei Kombis und SUV mit sichtbarem Kofferraum ist das der häufigste Grund. Was nicht sichtbar ist, weckt kein Interesse.
Autostyling ansehenDie Folie hält das Glas zusammen.
Bei einem Bruch bleiben die Splitter an der Folie haften, statt in den Innenraum zu fallen. Ein Nebeneffekt, der bei Familienfahrzeugen oft den Ausschlag gibt.
Scheibenservice ansehenAblauf
Warum die Vorbereitung länger dauert als das Kleben.
Der sichtbare Teil ist schnell erledigt. Was darüber entscheidet, ob die Folie in fünf Jahren noch gut aussieht, passiert vorher.
Beurteilung
Wir prüfen die Scheiben auf Kratzer, Steinschläge und Rückstände. Eine Folie gleicht nichts aus, sie macht vorhandene Fehler eher sichtbarer.
Reinigung
Das Glas wird vollständig entfettet und von Rückständen befreit. Jedes Partikel, das darunter bleibt, zeichnet sich später als Punkt oder Blase ab.
Zuschnitt und Formung
Die Folie wird auf die Scheibe zugeschnitten und mit Wärme vorgeformt, damit sie der Wölbung folgt. Ohne diesen Schritt entstehen Falten an den Rändern.
Applikation und Trocknung
Aufgebracht wird von innen, blasenfrei und mit gleichmässigem Druck. Danach braucht die Folie einige Tage, bis die Restfeuchte vollständig entwichen ist.
Nach dem Termin
Die ersten Tage entscheiden.
Frisch verklebte Folie ist noch nicht ausgehärtet. Drei Hinweise, die wir bei der Übergabe schriftlich mitgeben.
Einige Tage geschlossen lassen
Die Scheiben sollten in den ersten Tagen nicht bewegt werden, damit sich die Folie an den Kanten nicht löst, bevor der Kleber vollständig abgebunden hat.
Ein leichter Schleier ist normal
Restfeuchte kann in den ersten ein bis zwei Wochen als milchiger Schleier oder als kleine Wasserbläschen sichtbar sein. Beides verschwindet von selbst.
Innen ohne Ammoniak
Handelsübliche Glasreiniger mit Ammoniak greifen die Folie an. Innen wird mit klarem Wasser und einem weichen Tuch gereinigt, nicht mit scharfem Reiniger.
Alte Folie entfernen
Wenn die vorherige Tönung blasig oder violett ist.
Billige oder alte Folien verlieren ihre Farbstabilität und werden violett, oder sie lösen sich an den Rändern und bilden Blasen. Beides lässt sich nicht überkleben.
Wir entfernen die alte Folie vollständig, inklusive Kleberest, und prüfen danach die Scheibe. Bei Heckscheiben ist dabei besondere Vorsicht nötig, weil die Heizdrähte direkt auf dem Glas liegen und beim Abziehen leicht reissen. Genau das ist der häufigste Schaden bei Entfernung in Eigenregie.
Wenn bei der Gelegenheit ohnehin an den Scheiben gearbeitet wird, lohnt sich der Blick auf vorhandene Steinschläge. Was sich reparieren lässt, machen wir im selben Termin, siehe Scheibenservice. Für die Entfernung von Folien an der Karosserie gilt dasselbe Vorgehen, siehe Folienentfernung.


