Die Lackversiegelung ist kein einfaches Thema. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Mittel, und die Frage, welches davon das richtige ist, lässt sich nicht allein über den Preis beantworten. Es lohnt sich, die wichtigsten Arten zu kennen, denn jede hat ihre eigenen Stärken und Grenzen.

Neben der einfachen Wachskonservierung gibt es höherwertige Versiegelungsarten. Die drei gebräuchlichsten sind die Keramikversiegelung, die Hybridversiegelung und die Nanoversiegelung.

Die Keramikversiegelung

Das Quartz Coating, auch Keramikversiegelung genannt, ist aufgrund seiner Basis aus Siliziumoxid und weiterer Bestandteile besonders hart. Zudem geht sie eine starke Bindung mit der Lackoberfläche ein. Allerdings gibt es auch zwei Punkte zu beachten: einen tendenziell etwas matteren Glanz und einen höheren Aufwand bei Vorbereitung und Verarbeitung.

Für das Auftragen braucht es geeignete Applikatoren und spezielle Suede-Tücher. Beim Verarbeiten kann ein Atemschutz sinnvoll sein, da manche Produkte flüchtige Lösemittelverbindungen enthalten. Ein weiterer Punkt: Bei Handwäsche oder in Selbstwaschboxen ist keramikversiegelter Lack anfällig für Kalkflecken, wenn nicht enthärtetes Leitungswasser auf der Oberfläche antrocknet. Vermeiden lässt sich das, indem die Wassertropfen nach der Wäsche zügig abgewischt und das Fahrzeug trockengewischt wird.

Die Hybridversiegelung

Diese Art der Versiegelung verbindet den Glanz von Wachs mit der längeren Haltbarkeit von Polymerversiegelungen. Bei vielen Hybridversiegelungen handelt es sich um Beschichtungen auf PTFE-Basis.

Das Auftragen ist nicht ganz einfach, weshalb sich hier die Verarbeitung durch einen Fachbetrieb anbietet.

Die Nanoversiegelung

Eines vorweg: Beim Wort «Nano» handelt es sich nicht um einen geschützten Begriff. Es kann von jedem verwendet werden und wird oft mit Abperl- und Lotuseffekt in Verbindung gebracht.

Dabei bedeutet Nano nicht zwingend, dass diese Effekte vorhanden sind. Nano heisst vor allem, dass die enthaltenen Silizium- und Alkoholpartikel sehr klein sind, etwa im Bereich eines milliardstel Meters. Über Qualität oder Wirkung sagt die Bezeichnung allein wenig aus. Nano ist also nicht gleich Nano.

Der Hauptvorteil der Nanoversiegelung liegt in der einfacheren Pflege des Lacks. Verschmutzungen setzen sich weniger leicht fest und lassen sich einfacher entfernen. Bei nanoversiegeltem Lack kann ein Regenschauer einen Teil des Schmutzes bereits abspülen.

Selbst machen oder vom Fachbetrieb?

Ob in Eigenregie oder im Fachbetrieb: Ein Schritt ist vor jeder Lackversiegelung Pflicht, nämlich die gründliche Reinigung des Fahrzeugs. Nur auf wirklich sauberem Lack haftet die Versiegelung zuverlässig.

Bei AVP Autopflege wählen wir die zum Fahrzeug passende Versiegelung aus und tragen sie nach einer sorgfältigen Reinigung auf. Welche Art im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Lackzustand, der Nutzung und den Erwartungen an Glanz, Pflege und Haltbarkeit ab. Genau diese Abwägung besprechen wir am besten direkt am Fahrzeug.