Das eigene Fahrzeug ist praktischer Luxus und für viele ein geliebtes Hobby. Es bringt nicht nur Fahrspass, sondern auch ein gewisses Mass an Arbeit mit sich, zumindest wenn ein stabiler Werterhalt gewünscht ist. Dazu gehört auch das Polieren mit der Maschine.

Warum überhaupt polieren

Schmutz, Staub, Steinschläge, Insekten, Hitze im Sommer sowie Kälte und Salz im Winter setzen dem Lack zu. Dazu kommen kleine Kratzer. Die Folge ist ein matter, ausgeblichener Lack. Damit der Lack trotz aller Belastungen wieder gleichmässig glänzt und das Fahrzeug zuverlässig schützt, ist eine regelmässige Politur sinnvoll. Neben der Handpolitur ist auch die Maschinenpolitur möglich. Doch wie so oft gilt: gewusst wie.

Vorteile und Risiken der Maschinenpolitur

Die Maschinenpolitur hat einen wesentlichen Vorteil: Sie geht schneller als die Handpolitur und braucht weniger Kraftaufwand. Sie birgt aber auch Risiken. Wird die falsche Maschine verwendet oder die Technik nicht beherrscht, kann es schnell zu Lackschäden kommen, die sich im schlimmsten Fall nicht mehr beheben lassen.

Die Poliermaschinen

Neben dem Poliermittel braucht es eine geeignete Maschine. Grundsätzlich gibt es zwei Arten.

Die Exzenter-Poliermaschine

Ihre Bewegungen verlaufen zugleich rotierend und elliptisch. Sie ist einfach zu bedienen und dadurch auch für Anfänger geeignet. Zudem entwickelt sie nur wenig Hitze.

Die Exzentermaschine mit Zwangsrotation

Diese Variante ist lauter und schwerer. Durch ihre Zwangsrotation ermöglicht sie ein schnelleres Arbeiten und eine stärkere Abtragung.

Die Rotationsmaschine

Sie poliert mit kreisförmigen Bewegungen und ist leistungsfähiger als die Exzentermaschine. Dafür entwickelt sie mehr Hitze und erfordert eine fachkundige Arbeitsweise. Ihre hohe Zugkraft macht zudem mehr Kraftaufwand nötig, um die Maschine zu kontrollieren.

Die richtige Politurpaste

Nicht jede Politur eignet sich für die Maschine. Darauf sollte beim Kauf geachtet werden. Ist die Paste nicht für die Maschinenpolitur geeignet, erhitzt sie sich zu stark und kann den Lack schädigen. Bei schwarzen Fahrzeugen empfiehlt sich eine Anti-Hologramm-Politur, da diese Farbe schwieriger zu polieren ist.

So läuft das Polieren ab

Maschine und passende Paste vorhanden? Dann kann es losgehen:

  • Poliermittel auf den Rotationsteller geben
  • grob auf dem Lack verteilen
  • mit gleichmässigem, leichtem Druck im Kreuzgang über den Lack führen
  • Polierpad wechseln
  • nachpolieren

Wichtig ist, immer in Bewegung zu bleiben. Verbleibt die Maschine zu lange an einer Stelle, entsteht dort zu viel Hitze und der Lack kann Schaden nehmen. Der Kreuzgang bedeutet: zuerst in vertikaler, danach in horizontaler Richtung arbeiten.

Den Lack am besten in Abschnitte einteilen und nacheinander bearbeiten. Wird das Poliermittel sofort auf dem ganzen Fahrzeug verteilt, trocknet es ein und das Ergebnis leidet. Ein zusätzlicher Tipp: Wird das Polierpad mit etwas Wasser eingesprüht, fällt das Polieren leichter. Sinnvoll ist auch das Arbeiten in zwei Durchgängen, zuerst mit einem gröberen, dann mit einem feineren Poliermittel. Schwer zugängliche Stellen und Ecken werden besser von Hand poliert.

Der Schutz: Wachsen

Bei Neufahrzeugen ist dieser abschliessende Schritt nicht zwingend nötig, da sie oft über eine zusätzliche Klarlackschicht verfügen. Ältere Fahrzeuge profitieren von einer Versiegelung. Die Wachsversiegelung sorgt für länger anhaltenden Glanz und eine zusätzliche Schutzschicht.

So funktioniert es:

  • Wachs auf das Polierpad auftragen
  • in kreisenden Bewegungen möglichst ohne Druck auf den Lack auftragen

Auch hier gilt: nicht das ganze Fahrzeug auf einmal bearbeiten. Nur wenn die Versiegelung Stück für Stück aufgetragen wird, trocknet das Wachs nicht vorschnell ein.

Eine Alternative zum Wachs

Soll der Schutz widerstandsfähiger sein, eignet sich eine Polymerversiegelung. Sie wird synthetisch hergestellt, hält länger als Wachs und geht eine chemische Verbindung mit dem Lack ein. Im Vergleich zur Wachsversiegelung erreicht sie allerdings einen etwas geringeren Glanzgrad.

Die Maschinenpolitur ist nicht jedermanns Sache, und das muss sie auch nicht sein. Wer sein Fahrzeug lieber in fachkundige Hände gibt, ist bei AVP Autopflege richtig. Wir kümmern uns um Politur und Versiegelung und bringen den Lack zurück in einen gepflegten Zustand.