Einblick
Tipps gegen Hitze im Auto
Die Folgen von Hitze im Auto
Hitze im Auto ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schlimme Folgen haben. Denn die hohen Temperaturen mindern die Konzentration und sorgen so für ein erhöhtes Unfallrisiko.
Zudem kann die aufgeheizte Innenausstattung, wie beispielsweise Lenkrad oder auch Ledersitze, zu Schmerzen führen. Letzte vor allem dann, wenn Röcke oder kurze Hosen getragen werden.
Vorsicht ist bei Asthma-Spray, Tabletten und anderen Medikamenten geboten, die für Notfälle im Auto gelagert werden. Die meisten Medikamente sind für eine Aufbewahrung bei über 25° C nicht geeignet.
Auch bei Beauty-Produkten wie Haarspray oder Deo-Spray sollte von einer Lagerung im Auto abgesehen werden. Wie alle Spraydosen heizen sie sich bei Hitze auf und können als Folge davon explodieren.
Tipps gegen Hitze im Auto
Hohe Temperaturen im Fahrzeuginneren lassen sich im Sommer nicht immer vermeiden. Doch einige Tipps lassen die Temperaturen schnell wieder erträglich werden.
Die richtige Tageszeit
Sofern die Tageszeit für längere Fahrten frei gewählt werden kann, sollten sommerliche Fahrten auf die Morgenstunden oder auf den Abend gelegt werden. Fahrten während der Mittagshitze von ca. 12:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr sollten dagegen möglichst vermieden werden.
Vor Fahrtbeginn
Alle Türen und auch ein etwaiges vorhandenes Schiebedach sollten vor Fahrtbeginn geöffnet werden, um die heisse Luft aus dem Auto strömen zu lassen. Gutes durchlüften senkt die Fahrzeuginnentemperatur bereits vor Fahrtbeginn.
Fenster & Schiebedach
Besitzt das Auto keine Klimaanlage, kann während der Fahrt das Schiebedach oder auch die Fenster geöffnet werden, um für frische Luft und eine angenehme Innenraumtemperatur zu sorgen.
Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es nicht zu zugig wird. Nackenschmerzen und Verkühlungen sind sonst die Folge.
Lüftung
Die Lüftung sollte bei Fahrtbeginn auf höchster Stufe laufen. Sobald die Temperatur im Auto angenehmer geworden ist, wird die Stufe reduziert. Dabei sollte vor allem von Allergikern darauf geachtet werden, den Luftstrom nicht direkt auf den Fahrer oder die Insassen zu richten. Denn der direkte Luftstrom kann Schleimhäute und Augen reizen. Besser ist es, den Luftstrom nach unten zu richten.
Klimaanlage
Die Klimaanlage schafft, wonach sich Autofahrer im Sommer sehnen: angenehm kühle Temperaturen im Fahrzeuginneren. Um die Hitze im Auto schnellstmöglich zu vertreiben, sollten bei laufender Klimaanlage alle Lüftungsdüsen offen sein.
Doch Achtung, wird die Temperatur mit der Klimaanlage zu weit heruntergekühlt, drohen Kreislaufprobleme. Der Unterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur sollte deshalb maximal 6° C betragen. Wer es kühler mag, sollte vorsichtig und langsam herunterregeln.
Auf Kurzstrecken sorgt der Verzicht auf die Klimaanlage für Kraftstoff-Ersparnis.
Ausreichend trinken
Genug zu trinken hilft ebenfalls gegen Hitze im Auto. Doch die Getränke sollten dabei niemals eiskalt sein. Denn dies führt nicht nur zu einer gesteigerten Wärmeproduktion des Körpers, der versucht, die Kälte im Magen auszugleichen, sondern kann auch zu Magen-Darm-Problemen führen. Ideal sind nicht zu kalte Getränke wie Wasser, ungesüsste Tees oder Saftschorlen.
Extra-Tipp: einige Minuten vor Erreichen des Fahrtziels sollte die Klimaanlage ausgeschaltet werden und nur die Lüftung weiter laufen. Dies sorgt dafür, dass Kondenswasser verdunstet und sich somit keine Pilze oder Bakterien ansiedeln können.
Beim Parken
Der wichtigste und zugleich einfachste Tipp gegen Hitze im Auto: im Schatten parken. Doch Achtung, die Sonne wandert. So kann es schnell geschehen, dass das im Schatten geparkte Auto später in der prallen Sonne steht. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Verlauf der Sonne in die Parkplatzsuche einzubeziehen.
Ist kein Schattenplatz zu finden, sollte das Heck des Autos in Richtung der Sonne ausgerichtet werden. Zwar wird es dennoch warm im Autoinneren, doch die Inneneinrichtung vorne wie Sitze und Lenkrad werden weniger heiss.
Ein Sonnenschutz auf der Windschutzscheibe sorgt ebenfalls für niedrigere Temperaturen im Inneren und eine nur leicht erwärmte Innenausstattung. Perfekt dafür geeignet ist ein Thermo-Scheibenschutz, welcher aussen auf die Windschutzscheibe gelegt wird. Er reflektiert die Sonnenstrahlen und mindert so das Aufheizen des Fahrzeugs.
Gegen heisse Kindersitze hilft ein helles Tuch, mit dem der Kindersitz beim Verlassen des Autos abgedeckt wird. Auch beim Fahrersitz und weiterer Inneneinrichtung ist ein helles Tuch hilfreich.
Eine weitere Möglichkeit
Um für angenehmere Temperaturen im Fahrzeuginneren zu sorgen, eignen sich auch dunkle Fensterfolien. Doch Achtung, diese sind nur hinterhalb der B-Säule erlaubt. Die Windschutzscheibe sowie die vorderen Seitenscheiben dürfen nicht foliert werden.
Die dunklen Fensterfolien haben neben etwas niedrigeren Temperaturen noch einen weiteren positiven Effekt: sie schützen vor UV-Strahlung. Der UV-Schutz durch Autoscheiben ist nicht so gross, wie viele denken. Zwar schützt die Windschutzscheibe weitestgehend vor UV-Strahlung, die Seitenscheiben jedoch nicht.
Gute Folien filtern zudem die Infrarot-Strahlung, welcher die Hitze im Auto eigentlich geschuldet ist. So sorgen sie nicht nur für besseren UV-Schutz, sondern auch für eine spürbar niedrigere Innenraum-Temperatur.
Die Technik nicht vergessen!
Vor allem die Motorkühlung wird im Sommer stark beansprucht. Es ist deshalb wichtig, den Kühlwasserstand regelmässig zu prüfen sowie die Wasserschläuche regelmässig zu warten. Sollten die Schläuche Undichtigkeiten aufweisen, müssen sie ausgewechselt werden.
Zudem steigt im Hochsommer die Gefahr von Reifenschäden. Der richtige Reifendruck ist somit von grosser Wichtigkeit.
Niemals!
Unter keinen Umständen dürfen Kinder oder Tiere im Auto verbleiben, wenn dieses im Sommer geparkt wird. In kürzester Zeit steigen die Temperaturen im Autoinneren extrem an – nicht selten auf über 60° C innerhalb weniger Minuten – und bringen Kinder und Tiere in Lebensgefahr. Auch leicht geöffnete Fenster bieten hier keine Erleichterung.

